EVENTABEND
Día de los muertos – Den Tod als Teil des Lebens feiern
Tod und Leben werden in unserer Gesellschaft oft als Gegensätze betrachtet und voneinander abgegrenzt. Doch so wie zwei Pole eines Magneten einander anziehen und nur zusammen betrachtet als Ganzes verstanden werden können, so gehören auch Tod und Leben untrennbar zusammen. Mexiko macht vor, wovon auch wir lernen können: der Tod gehört zum und ins Leben und das muss uns nicht (nur) traurig machen, nein, wir dürfen es feiern! Jährlich wird am 2. November in Mexiko der „Día de los muertos“, also der „Tag der Toten“ gefeiert – mit Blumen, Musik, Tanz, selbstgeschriebenen Gedichten, Totenköpfen aus Zucker und Gebäck und den Toten gewidmeten Altären. Das passiert mitten im Leben, auf den Straßen, auf der Arbeit, in der Gemeinschaft. Mit der eleganten Calavera Catrina, dem personifizierten Tod, wird getanzt, es werden Späße getrieben, einander ausgetrickst und so den Verstorbenen liebevoll gedacht, während das eigene Leben gewürdigt und zelebriert wird. Inspiriert vom mexikanischen Kulturschatz wollen auch wir zusammen Leben und Tod feiern und neue Anregungen für die eigene Begleitungspraxis mitnehmen. Die Moderation von Antonia Wild führt durch einen rauschenden Festabend mit Vortrag und Performance, Tanz und Austausch.
Es sind alle dazu ausdrücklich eingeladen, das Outfit dementsprechend anzupassen und in den dazugehörigen Dresscode zu wechseln. Ob exzessiv oder mit kleinen Accessoires… das ist jedem selbst überlassen.
Moderatorin: Antonia Wild

…ist Psychologin (Master of Science) und Psychotherapeutin in Ausbildung. Seit 2018 ist sie Teil des Teams von ZwischenGeZeiten mit Schwerpunkt auf der Querverbindung von Trauer und Psychologie, wozu sie auch in ihrer Masterarbeit selbst forschte. Aktuell absolviert sie die Ausbildung zur psychologischen Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie für Erwachsene) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Von 2016 bis 2017 lebte sie im Zuge eines internationalen Freiwilligendiensts in Guadalajara, Mexiko, und spricht fließend Spanisch. Ihre Einblicke in die mexikanische Trauerkultur haben sie nachhaltig geprägt und inspirieren ihre Arbeit als Trauerbegleiterin und Psychotherapeutin i. A. bis heute.
Un poco loco – Zwischen Hier und Da…
Performance
Was ist eigentlich der Dia de los muertos? Heutzutage regieren in Deutschland vordergründig der Tourismus und die Medien, welche die oft sehr kreativen Totenmasken gerne als Halloween Kostüm bewerben und zeigen. Aber diese lange Tradition verbindet christliche und prähispanische Bräuche als Zelebrieren des mexikanischen Totenfests. Am 31. Oktober kommen die Seelen der verstorbenen Babys und Kinder (sog. Angelitos) zu ihren Familien, die Erwachsenen kehren erst am darauffolgenden Tag aus dem Jenseits zu ihren Angehörigen zurück. In dieser Zeit wird die gesamte Umgebung schön geschmückt und mit bunten Farben und Blumen versehen – vor allem auf den Ofrendas, den Totenaltären.
Diese Performance gibt eine anschauliche Idee vom Trauerverständnis des mexikanischen Dia de los muertos in Dialog und Musik.

Alexandra Eyrich
- pädagogische Leiterin von ZwischenGeZeiten – Die Trauerinitiative für Kinder, Jugendliche & Familien www.zwischen-gezeiten.de
- Pädagogische und künstlerische Leiterin der Akademie Vielfalt de luxe für Erzählkunst, Pädagogik und Kultur www.vielfalt-deluxe.de
Markus Salzman
Nach 15 Jahren bei der Bundeswehr fahre ich derzeit überwiegend Schlittenhunde-Rennen und bin mit einem festen Rudel gerade im Aufbau. (TicToc: Salzis Bavarian Snowdogs) Darüber hinaus sollen die trainierten und ausgebildeten Hunde auch Kinder mit Handicap unterstützen anhand von Wanderungen und erlebnisreichen Begegnungen. Ansonsten trifft man mich als Darsteller bei den Karl May-Spielen in Pullman City/ Eging am See.
AUKTION
Künstlerinnen: Enza Wilhelm und Liliana Martinez
Zwei Versteigerungen von Kunstwerken, die Herzen bewegen:
Enza Wilhelm und Liliana Martinez setzen ihr Können und ihre Leidenschaft für den guten Zweck ein. Bei dieser Auktion stehen nicht nur zwei besondere Objekte, die von den Künstlerinnen zur Verfügung gestellt werden, im Mittelpunkt, sondern vor allem der Gedanke des Helfens zugunsten von ZwischenGeZeiten. Man darf erleben, wie Kunst, Engagement und Großzügigkeit Hand in Hand gehen. Auch, weil alle TrostBeReich-Teilnehmenden ein Teil davon sein dürfen.
Die Auktion wird in einer der amerikanischen Varianten vollzogen, was vor Ort genau erklärt wird. Aber so viel sei vorab verraten: Evtl. ist jemand für 1,- € der glückliche Gewinner, obwohl die Endsumme der Versteigerung ein Vielfaches mehr beträgt.

Enza Willhelm
Ich bin Enza Wilhelm, eine leidenschaftliche Künstlerin. Dabei experimentiere ich gerne mit Gesichtsausdrücken, Oberflächenstrukturen und vor allem ganz viel Farbe! Dass es in erster Linie bisher Frauen unterschiedlichster Couleur waren, die sich auf den Leinwänden entwickelten, repräsentiert wohl auch meine eigene innere Vielfalt inklusive der griechisch- italienischen-oberpfälzischen Wurzeln und dem großen Herzen für die Wahlheimat in Oberbayern.
Meine Arbeiten entstehen in einem bewussten, körperlichen Prozess. Schon das Zusammenbauen der Keilrahmen und das Bespannen der Leinwand ist Teil meines Rituals – ein Moment der Vorbereitung, der Erdung und der Entscheidung. Die Leinwand ist für mich kein neutraler Träger, sondern ein Raum, den ich mir von Anfang an aneigne.
Ich arbeite mit Acryl auf Leinwand und nutze eine Vielzahl von Techniken und Werkzeugen: Pinsel, Spachtel, Stifte, meine Hände. Farbe ist dabei kein Mittel zur Zurückhaltung – sie muss fließen, sich schichten, sich verdichten. Viele Schichten entstehen, überlagern sich, erzählen Spuren von Zeit, Bewegung und Emotion.
Ein zentrales Element meiner Arbeit ist das bewusste Zerstören. Formen, Figuren oder Stimmungen dürfen wachsen, um anschließend wieder übermalt, verwischt oder aufgebrochen zu werden. Dieses Übermalen ist kein Verlust, sondern Teil des Entstehungsprozesses. Was bleibt, sind Fragmente, Erinnerungen, Spannungen zwischen Sichtbarem und Verborgenen.
Meine Bilder bewegen sich im Spannungsfeld von Kontrolle und Loslassen. Ich greife ein, lenke, entscheide – und lasse gleichzeitig zu, dass das Bild seinen eigenen Weg findet. So entstehen Werke, die nicht perfekt sein wollen, sondern ehrlich: roh, vielschichtig und offen für Interpretation.

Liliana Martinez
Ich bin eine in Cali Kolumbien geborene Künstlerin.
Ich komme aus einer Künstlerfamilie. Der prominenteste ist mein Großvater Efraim Martinez. Er war Lehrer und ein hervorragender Impressionist und Wandmaler. Er war der Grund für den Beginn meiner Ausbildung zur Künstlerin. Schon in jungen Jahren entwickelte ich die Malerei und perfektionierte meine Technik durch ein Stipendium der Bezirkskunstschule meiner Stadt. Meine Bilder sind geprägt von vielen Farben und meine Hauptthemen sind der kulturelle Reichtum meines Landes und die außergewöhnliche Natur Lateinamerikas.
Eines der Elemente, die mich als Künstlerin auszeichnen, ist es, während meiner Ausstellungen live zu malen. Ich beziehe die Öffentlichkeit gerne in den kreativen Prozess meiner Arbeit mit ein. Wandbilder sind in meiner Kunst sehr präsent.
Einige meiner Werke sind in der Stadt Barranquilla in Kolumbien und in Europa in Orten wie Paris und mehreren Städten Bayerns in Deutschland ausgestellt.
