Workshops

„Tanz´ mir das Lied vom Tod“ – Bewegung und Bewegtheit als interkulturelles Verständnis von Leben und Tod
Referentin: Alexandra Eyrich

Alexandra Eyrich,
pädagogische Leiterin von ZwischenGeZeiten – Die Trauerinitiative für Kinder, Jugendliche & Familien, Bamberg-Ebermannstadt, http://www.zwischen-gezeiten.de
pädagogische und künstlerische Leiterin der Akademie Vielfalt de luxe für Märchen, Pädagogik und Kultur, http://www.vielfalt-deluxe.de

Anhand von Tänzen, Liedern und kleinen rituellen Einblicken soll Interkultur (auch im Trauerkontext) einmal ganz anders vermittelt werden – sie soll praktisch erlebbar sein! Die symbolisch-choreografische Auslegung der Inhalte – welche keineswegs einen nur meditativen Charakter haben! – wird hierbei nicht nur über den Kopf vermittelt. Alles wird aktiv ausprobiert und dynamisch erfasst. Über Bewegung und Stimme ergeben sich so manche Aha-Effekte, sowie ein schönes und kurzweiliges Miteinander. Folgende
Weltkulturen werden hierbei als Maxime berücksichtigt: Christentum, Judentum, Islam, Naturvölker, Hinduismus, Buddhismus. Notenkenntnisse oder andere musikalische
Vorerfahrungen sind nicht erforderlich!

„Trostpfade“ – ein Trauerspaziergang
Referentin: Kerstin Schäfer

Kerstin Schäfer,
Trauerbegleiterin
Mitarbeiterin im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Frankfurt
Begleiterin von Familien mit lebensverkürzt erkrankten Kindern und Jugendlichen

Wege mit Ausblick – über Stock und Stein, geradeaus und kurvig, bergauf und bergab.

Man kann viele Landschaftsaspekte der Natur bildhaft auf eine Trauersituation übertragen und genau diese Anregungen machen sich sog. Trauerspaziergänge zunutze, um Wege mit Trauernden ganz aktiv zu gehen, Gespräche zu führen, zu schweigen, Blicke schweifen und die jeweiligen Metaphern wirken zu lassen. Dabei gibt es viel zu entdecken, was in der Trauer unterstützen und weiterhelfen kann. Wir machen uns innerhalb dieses Workshops ebenfalls aktiv auf den Weg und erleben Inspirationen und Möglichkeiten, so dass Sie einen Trauerspaziergang oder gar eine Wanderung vor diesem Hintergrund zukünftig selbst kreieren können. Bitte tragen Sie dafür entsprechendes Schuhwerk und ans Wetter angepasste Kleidung.

„Kreative Urnengestaltung“ – Möglichkeiten der Abschiednahme durch Gestaltung anhand einer Urnengestaltung und Gesprächsanregungen dazu
Referentin: Mechthild Schroeter-Rupieper

Mechthild Schroeter-Rupieper
Pädagogische Leitung und Geschäftsführerin von Lavia Institut für Familientrauerbegleitung. Autorin und Dozentin. http://www.familientrauerbegleitung.de
Geschäftsführerin von LAVIA Familientrauerbegleitung gGmbH www.lavia.de

Mit Farben und verschiedenen Materialien werden in dem Workshop Urnen gestaltet, die
neben der eigenen Auseinandersetzung mit Tod und Trauer Gesprächsimpulse für die Praxis anbieten. Viele trauernde Familien entscheiden sich für die Kremierung eines Verstorbenen, wissen oft aber nicht, wie das geschieht, wie eine Urne aussehen kann, was sich darin befindet – und dass man sie selbst gestalten kann. Diese Urne aus weißem Metall (die andersfarbig umgestaltet werden kann) kann anschließend sowohl für eine Bestattung wie auch als Anschauungsmodell für die Familientrauerarbeit und Vorträge genutzt werden.

„Leerzeile“ – Schreiben in der Trauer
Referentin: Beate Seemann

Beate Seemann,
Erzieherin in der städtischen Tageseinrichtung
Gelsenkirchen
Trauerbegleiterin bei Lavia – Institut für
Familientrauerbegleitung
Referentin für Trauer bei Kindern, Jugendlichen
und Familien, kreatives Schreiben in der Trauer

Eine Leerzeile trennt einen Absatz deutlich vom nächsten, so wie es auch der Tod als
Ereignis für Hinterbliebene (Trauernde) tut. In diesem Workshop lernen sie Methoden des
kreativen und therapeutischen Schreibens für trauernde Jugendliche, Erwachsene und
Familien kennen. Dabei können Sie die bewährten Methoden als Inspiration nutzen, um die Trauerphasen mit Betroffenen in Einzelbegleitungen, Trauergruppen oder in Familien aktiv zu gestalten. Für die Trauernden schaffen Sie damit Möglichkeiten, Erinnerungen festzuhalten, Ängste leichter zugänglich zu machen und Ausdrücke dafür zu finden sowie gemeinsam ins Gespräch zu kommen.
“Ein Stück Papier und ein Kugelschreiber können Wunder wirken, Schmerzen heilen,
Träume in Erfüllung gehen lassen und verlorene Hoffnungen wiederbringen.” (Paulo Coelho)