Schwer Okay | Trauer trifft Event – Ein neuer und wirkungsvoller Ansatz der Trauerbegleitung für jungen Erwachsene
Referentinnen: Chiara Sterzl und Lena Daur
Chiara Sterzl
*Zertifizierte Familientrauerbegleiterin
*Mit-Gründerin von „Schwer Okay“ – Trauerevents für junge Erwachsene (ausgezeichnet durch Bundeskanzler Olaf Scholz ‚Start Social Bundesauswahl 2024‘ und die Grafschaft Sayn-Wittgenstein ‚Filippas Engel 2023‘): hallo@schwer-okay.com, www.schwer-okay.com
*M.A. Eco-Social Design
„Trauern ist nicht nur Schwarz, düster und voller Dornenranken. Trauer ist Teil des Lebens, und das ist auch nie nur einfarbig und geradlinig. Deshalb entwickle ich Trauerangebote, die Dynamik haben, überraschen können und manchmal auch ein wenig Mut erfordern. Gemeinsam mit den Trauernden möchte ich eine Trauerkultur schaffen, die guttut und so der Trauer die Bühne geben, die sie verdient.“
Lena Daur
*Zertifizierte Familientrauerbegleiterin
*Mit-Gründerin von „Schwer Okay“ – Trauerevents für junge Erwachsene (ausgezeichnet durch Bundeskanzler Olaf Scholz ‚Start Social Bundesauswahl 2024‘ und die Grafschaft Sayn-Wittgenstein ‚Filippas Engel 2023‘): hallo@schwer-okay.com, www.schwer-okay.com
*M.A. Eco-Social Design
„Trauern erfordert viel Mut und es bedarf einiges, den eigenen Trauer-„Schweinehund“ zu überwinden. Durch neue und kreative Methoden ermögliche und erleichtere ich v.a. Jugendlichen, der Trauer einen Platz in ihrem Alltag zu geben. Ich schaffe sichere Räume, in denen junge Menschen mit unterschiedlichen Emotionen und Geschichten zusammen kommen – mal leicht, mal schwer, mal lustig, mal tiefgründig.“

Schwer Okay veranstaltet kreative Trauerevents für junge Erwachsene (16-30 Jahre). Wir bieten Zeit, Raum und Impulse, um sich mit seinen individuellen Gefühlen der Trauer auseinanderzusetzen. Kostenlos, religionsunabhängig & offen für alle!
Wir verknüpfen Trauerbegleitung mit ansprechenden Freizeitaktivitäten in Form von Events. Unser innovativer Ansatz setzt den Fokus auf aktives Machen und Tun. So werden alternative Formen des Ausdrucks und der Kommunikation geschaffen, die es erleichtern komplexe Gedanken, Fragen & Gefühle auszudrücken, zu verstehen & zu verbalisieren. Die Teilnahme an einem Trauerangebot erfordert Mut, deshalb bieten wir Angebote, die ungewöhnlich sind & neugierig machen wie Kopfhörerpartys, Pflanzentauschabende oder Pasta Partys.
Während unseres Vortrages werden wir auf Fragen eingehen wie:
- Wie können junge Erwachsene durch interaktive Events in ihrer Trauer begleitet werden?
- Welchen Mehrwert kann Design in der Trauerbegleitung liefern?
- Wie können zielgruppenorientierte Konzepte den Zugang zur Trauerbegleitung erleichtern?
„Es ist schließlich das Zuhause meiner Traurigkeit und sie hat das Recht, dort zu sein.“ – Kinderrechte im Kontext der Trauerbegleitung
Referentin: Franziska Trefzer
Franziska Trefzer
Franziska Michaela Trefzer ist Lehramtsanwärterin an einer Grundschule. Sie promoviert im Projekt „Kinder. Rechte. Religionsunterricht. (KiReli)“ der Forschungsstelle für Öffentliche Religionspädagogik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Franziska M. Trefzer ist zertifizierte (Kinder-)Hospizbegleiterin und Familientrauerbegleiterin.

(K)Ein Recht auf Trauer?! Trauernde Kinder und Jugendliche haben Rechte. Doch welche sind das eigentlich genau? Und wie kann ich diese angemessen in meiner Arbeit mit Trauernden umsetzen und fördern?
Dieser Vortrag möchte Akteur:innen der Trauerarbeit ermutigen, die orientierende und integrierende Kraft der Kinderrechte stärker im Kontext ihrer Arbeit zu verankern. Hierfür gilt es zunächst zentrale Grundlagen einer Kinderrechtsorientierung zu erarbeiten, um darauf aufbauend geeignete ethische und praktische Handlungsperspektiven für die Familientrauerbegleitung zu diskutieren.
Tod, mach doch mal ne Sensepause – Von der Kraft des Humors in der Krise
Referentin: Marianne Vier
Marianne Vier
*Systemische Organisationsberaterin, Humorberaterin, Professionelle Erzählerin,
Ausbildung zur Therapeutin für sensorische Integration, Dipl. Sozialarbeiterin,
U.a. langjährige Zusammenarbeit mit der Uni Bielefeld, der Uni Düsseldorf, der Akademie Erzählkultur Lemgo
*Viel Erfahrung als Dozentin in der Erwachsenenbildung und in der Kinder- und Jugendarbeit

Humor kann ein Türöffner sein, Missgeschicke lachend aus der Welt schaffen, er kann provozieren, Stress abbauen und nach einer Langzeitstudie des Norwegers S. Sveback, soll Humor sogar lebensverlängernd wirken. Aber kann eine humorvolle Grundeinstellung auch in Lebenskrisen, in Trauerzeiten wertvoll oder hilfreich sein? Diese und andere Fragen werden uns humorvoll ernsthaft beschäftigen.
„Vorm Holunder zieht man den Hut“ – Brauchtum und Symbolik der Pflanzen im Lebenslauf des Menschen und im Jahreskreis der Natur
Referent: Thomas Janscheck
Thomas Janscheck
*Dipl. Ing. (FH) Gartenbau
*Autor der Reihe „Von Baum zu Baum“
*Fachkraft für Qualitätsmanagement Hopfen
*Veröffentlichungen in Broschüren und Fachzeitschriften
*Fachvorträge und Seminare zu gartenbaulichen Themen
*Praxiskurse für Obstgehölzschnitt, Rosenpflege, Brauen mit Wildkräutern uvm.
*Multiplikatorenschulungen im Bereich Garten- und Naturpädagogik u.a. in der
Lehrerakademie Dillingen
*Referent in den Ausbildungen: Kräuterpädagogin (LVHS Niederalteich), Mentor für
Natur und Garten (KUBZ Waldsassen), TEH-Praktiker u.a.
*Rundfunksendungen zu Pflanzen- und Gartenthemen im BR

Kirschzweige an St. Barbara, Palmbaum, Kräuterbuschen an St. Johanni und Mariä Himmelfahrt oder Beifuß an St. Martin – in vielen Bräuchen rund um den Jahreskreis spielen Pflanzen auch heute noch eine wichtige Rolle. Oft ist ihre ursprüngliche symbolische Bedeutung in Vergessenheit geraten. Einst waren sie rituelle Wegbegleiter „von der Wiege bis zur Bahre“. Für alle, die der zauberhaften und tröstenden Symbolwelt der Pflanzen nachspüren wollen, bietet dieser Vortrag eine Vielfalt an Geschichten und Bräuchen.
TRUE CRIME! – Erschwerte Todes- und Trauerumstände fachgerecht begleiten
Referentin: Alexandra Eyrich
Alexandra Eyrich
pädagogische Leiterin von ZwischenGeZeiten – Die Trauerinitiative für Kinder, Jugendliche & Familien www.zwischen-gezeiten.de
pädagogische und künstlerische Leiterin der Akademie Vielfalt de luxe für Märchen, Pädagogik und Kultur www.vielfalt-deluxe.de

Mord, Suizid, Virtualität, Schuld und Scham bis hin zu kulturellen Unterschieden innerhalb einer Verlust- oder Trauerthematik. Das sind nur einige Beispiele, die nicht nur das Umfeld von Betroffenen, sondern auch (Familien-) Trauerbegleiter*innen vor zusätzliche Herausforderungen stellen können. Besondere Umstände erfordern eine besondere Fachexpertise – wie wichtig und sinnvoll also, zusätzliche gedankliche „Kurven“ zu nehmen, um eine angemessene Begleitung auch hier zu gewährleisten. Innerhalb des Vortrags richtet sich der Blick vordergründig auf den Einfluss der breiten Öffentlichkeit, ethisch-moralische Zwickmühlen, sowie mögliche Risikofaktoren und Ressourcen. Bei den Anderen – und uns!
EVENTABEND
Día de los muertos – Den Tod als Teil des Lebens feiern
Moderation: Antonia Wild
…ist Psychologin (Master of Science) und Psychotherapeutin in Ausbildung. Seit 2018 ist sie Teil des Teams von ZwischenGeZeiten mit Schwerpunkt auf der Querverbindung von Trauer und Psychologie, wozu sie auch in ihrer Masterarbeit selbst forschte. Aktuell absolviert sie die Ausbildung zur psychologischen Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie für Erwachsene) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Von 2016 bis 2017 lebte sie im Zuge eines internationalen Freiwilligendiensts in Guadalajara, Mexiko, und spricht fließend Spanisch. Ihre Einblicke in die mexikanische Trauerkultur haben sie nachhaltig geprägt und inspirieren ihre Arbeit als Trauerbegleiterin und Psychotherapeutin i. A. bis heute.

Tod und Leben werden in unserer Gesellschaft oft als Gegensätze betrachtet und voneinander abgegrenzt. Doch so wie zwei Pole eines Magneten einander anziehen und nur zusammen betrachtet als Ganzes verstanden werden können, so gehören auch Tod und Leben untrennbar zusammen. Mexiko macht vor, wovon auch wir lernen können: der Tod gehört zum und ins Leben und das muss uns nicht (nur) traurig machen, nein, wir dürfen es feiern! Jährlich wird am 2. November in Mexiko der „Día de los muertos“, also der „Tag der Toten“ gefeiert – mit Blumen, Musik, Tanz, selbstgeschriebenen Gedichten, Totenköpfen aus Zucker und Gebäck und den Toten gewidmeten Altären. Das passiert mitten im Leben, auf den Straßen, auf der Arbeit, in der Gemeinschaft. Mit der eleganten Calavera Catrina, dem personifizierten Tod, wird getanzt, es werden Späße getrieben, einander ausgetrickst und so den Verstorbenen liebevoll gedacht, während das eigene Leben gewürdigt und zelebriert wird. Inspiriert vom mexikanischen Kulturschatz wollen auch wir zusammen Leben und Tod feiern und neue Anregungen für die eigene Begleitungspraxis mitnehmen. Die Moderation von Antonia Wild führt durch einen rauschenden Festabend mit Vortrag und Performance, Tanz und Austausch.
Es sind alle dazu ausdrücklich eingeladen, das Outfit dementsprechend anzupassen und in den dazugehörigen Dresscode zu wechseln. Ob exzessiv oder mit kleinen Accessoires… das ist jedem selbst überlassen.
