Das Sternbild-Modell Familientrauerbegleitung nach A. Eyrich©
Trauermodelle gibt es viele… aber das ist das erste Modell, welches bis heute in Bezug auf Familientrauerbegleitung entwickelt und veranschaulicht wurde. Ein zuverlässiger Wegweiser soll es sein – und ist somit sinnbildlich ein Stern, der – genau wie in der Realität – „Fahrplan“ sein kann, Orientierung schafft und Sicherheit als eine Art Fixpunkt innerhalb dieser wertvollen Arbeit geben soll. Nach zwei Jahrzehnten Praxiserfahrungen, mehrerer Überprüfungen, Umstrukturierungen und Erkenntnissen wurde es 2021 überzeugt veröffentlicht und bildet mittlerweile in verschiedenen Ausbildungskontexten eine zuverlässige Basis zum Verständnis dieses Arbeitsfeldes.

Alexandra Eyrich
- pädagogische Leiterin von ZwischenGeZeiten – Die Trauerinitiative für Kinder, Jugendliche & Familien www.zwischen-gezeiten.de
- pädagogische und künstlerische Leiterin der Akademie Vielfalt de luxe für Märchen, Pädagogik und Kultur www.vielfalt-deluxe.de
Als die Welt zerbrach – und weiterging
Ein persönlicher Einblick in das Leben einer Familie nach dem Suizid des Papas: zwischen Verlust, Trauer, Erleichterung und Hoffnung
Wie lebt eine Familie weiter, wenn psychische Erkrankung, Suizidgedanken und schließlich der Suizid des Papas zum Teil ihrer Geschichte werden?
In diesem Vortrag erfahren wir, wie Verena Franz-Kowalski diesen Weg erlebt hat: wie sie mit den Kindern über die Erkrankung und den Suizid gesprochen hat, welche Gefühle sie begleitet haben und was ihnen geholfen hat Schritt für Schritt weiterzuleben.
Dabei geht es nicht nur um Trauer, sondern auch um die vielen widersprüchlichen Gefühle, die gleichzeitig da sein können. Und um Fragen wie: Was hat sie unterstützt? Was hätten sie sich gewünscht?

Verena Franz – Kowalski
- Mama von 3 Kindern (14, 12 und 10 Jahre)
- Praxisinhaberin bei LOGOPÄDIE Franz-Kowalski in Burgebrach
Zwischen zwei Seiten – Lesezeichen, Segnalibri, Bookmarks…
Seit 25 Jahren sammelt Ingeborg Taube Lesezeichen aus aller Welt. Lesezeichen, die durch ihre Gestaltung und Darstellung spezifischen Ländern zuzuordnen sind und ein Bild unterschiedlicher Kulturen und bunter Vielfalt aufzeigen. Auf den künstlerisch gestalteten Kleinoden findet sich landestypisches Kunsthandwerk; platziert auf unterschiedlichen Materialien unter Verwendung verschiedener Techniken: es wird gewebt, genäht, gemalt, bedruckt, punziert, gescrimpt. Geheimnisvolle Symbole, Schriften und Zeichen präsentieren Schreib- und Ausdrucksweisen verschiedener Kulturen. Aber auch religiöse und mystische Darstellungen finden auf Lesezeichen ihren Platz. Die länglich-schmalen Streifen – nicht selten aus interessanten lokalen Hölzern und Papieren – weisen auf Fauna und Flora, Besonderheiten der Landschaft und Städte. Aber auch kulturgeschichtliche Ereignisse, berühmte Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Literatur und Politik werden auf Lesezeichen abgebildet. Ingeborg Taube stellt in ihrem kurzweiligen Vortrag die faszinierenden Besonderheiten einzelner Lesezeichen vor und macht auf interessante Details aufmerksam. Eine kulturgeschichtliche Reise, die im Kleinsten zeigt, wie schön und bunt unsere Welt ist. Und… in der offensichtlich immer noch gelesen wird! In der Ausstellung sind Lesezeichen aus 5 Kontinenten und 80 Länder zu sehen!

Ingeborg Taube
ist Lese- und Literaturpädagogin (BVL) und Leiterin des Lesewerkstatt in Forchheim. In dieser Funktion hat sie seit 2000 an Grundschulen in Bayern literarische Vormittagsprojekte und Lesenächte angeboten. Ihr Ziel ist es, Kinder für Bücher zu begeistern und ihre Lust am Lesen zu wecken. Auf Seminaren zur Kinder- und Jugendliteratur werden durch sie Erzieher*innen, Lehrer*innen, Studierende und Vorlesepat*innen methodisch und didaktisch weitergebildet.
Xoloitzcuintle – Kulturelle Besonderheit auf vier Pfoten
In Wort und Bild präsentiert Ricarda Scheffler eine mexikanische Hunderasse, die von den Azteken als heilig verehrt wurde.
https://www.moment-in-time.de/der-xolo-im-rasseportrait.html

Ricarda Scheffler
- Dipl. Ing. (FH) Gartenbau
- Autor der Reihe „Von Baum zu Baum“
- Fachkraft für Qualitätsmanagement Hopfen
- Veröffentlichungen in Broschüren und Fachzeitschriften
- Fachvorträge und Seminare zu gartenbaulichen Themen
- Praxiskurse für Obstgehölzschnitt, Rosenpflege, Brauen mit Wildkräutern uvm.
- Multiplikatorenschulungen im Bereich Garten- und Naturpädagogik u.a. in der
Lehrerakademie Dillingen - Referent in den Ausbildungen: Kräuterpädagogin (LVHS Niederalteich), Mentor für
Natur und Garten (KUBZ Waldsassen), TEH-Praktiker u.a. - Rundfunksendungen zu Pflanzen- und Gartenthemen im BR
Was trägt in der Trauer?
Resilienz und die Kraft der Musik in Zeiten des Verlusts
Trauer gehört zum Leben – und zugleich stellt sie Menschen vor eine der größten Herausforderungen. Der Vortrag beleuchtet, welche Resilienzfaktoren helfen können, mit Verlust umzugehen und trotz tiefgreifender Veränderungen neue Orientierung zu finden. Im Mittelpunkt stehen Aspekte wie Akzeptanz, Selbstfürsorge, Verbundenheit und Hoffnung sowie deren Bedeutung im Trauerprozess. Darüber hinaus wird die besondere Kraft der Musik als Ressource für Trost, Emotionsregulation und Erinnerung beleuchtet. Wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Resilienzforschung verbinden sich mit live gespielter Klaviermusik und eröffnen einen Erfahrungsraum, der berührt und die besondere Kraft der Musik in Zeiten der Trauer erlebbar macht.

Nadine Schuster
- Resilienzexpertin und Gründerin des Resilienz Labs www.resilienz-lab.com
- Dipl. Konzertpianistin und Wirtschaftspsychologin
- Hochschuldozentin an der Hochschule für Oekonomie & Management in Düsseldorf im Fachbereich Wirtschaftspsychologie sowie Gesundheit & Soziales
Gestorben, begraben und vergessen – oder doch nicht? Was uns lang Verstorbene heute noch erzählen können
Wer kennt ihn nicht, den wohligen Schauer, der einen überfällt, wenn Archäolog*innen im Fernsehen von den neuesten Graböffnungen in Ägypten oder in einer mittelalterlichen Kathedrale berichten? Die Begegnung mit vor langer Zeit Verstorbenen gehört allerdings zum archäologischen Berufsalltag und ist nur selten gruselig. Vielmehr ist es extrem faszinierend zu sehen, was die Art und Weise der Bestattung über Jenseitsvorstellungen, Totenfürsorge, Trauer und Ängste der Hinterbliebenen in unterschiedlichsten Zeiten verraten kann. Darüber hinaus vermitteln anthropologische Untersuchungen sehr interessante Details über Verstorbene, die weder auf Grabsteinen noch in Kirchenbüchern stehen.
Wieso erfuhren von einem plötzlichen Tod Betroffene eine Sonderbehandlung? Wo war der „richtige“ Ort der Bestattung im Mittelalter? Warum änderte sich der grundlegende Charakter von Grabbeigaben über die Jahrhunderte hinweg? Diesen und vielen andere Fragen soll mit Hilfe der Erkenntnisse aus der Archäologie und den Nachbarwissenschaften nachgegangen werden. Und letztlich mag sich vielleicht zeigen, dass der Umgang mit dem Tod und den Toten im Leben unserer Vorfahren einen deutlich höheren Stellenwert inne hatte und wesentlich facettenreicher war, als es in unserer heutigen Gesellschaft der Fall ist.

Andrea Bischof
Archäologin aus Bamberg, seit vielen Jahren sowohl in der Kulturvermittlung als auch in der universitären Lehre und Forschung aktiv.
Seit 2020 hauptberuflich tätig im Nationalen Forschungszentrum für Archäologie in Luxemburg (INRA), Abteilung Mittelalter und Neuzeitarchäologie. Neben dem Schutz und der Erforschung der im Boden enthaltenen Relikte unserer Vorfahren liegt ihr vor allem die Vermittlung der aus der archäologischen Praxis und Forschung gewonnenen Erkenntnisse an ein breites, interessiertes Publikum am Herzen.
Kontakt: andrea.bischof@inra.etat.lu
